Sprechende Katzen, halbnackte Prominente und unglaubliche Sensationsmeldungen – seitdem KI-Modelle für jedermann nahezu kostenlos jedweden Inhalt per Textprompt ausspucken, wächst dieser Internetmüll explosionsartig.
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12.02.2026 12:00 Uhr |

Sprechende Katzen, halbnackte Prominente und unglaubliche Sensationsmeldungen – seitdem KI-Modelle für jedermann nahezu kostenlos jedweden Inhalt per Textprompt ausspucken, wächst dieser Internetmüll explosionsartig.
Nur ein Beispiel: Wie der Content-Detektor Originality.ai dokumentiert, betrug der Anteil KI-generierter Webseiten im Google-Index noch Anfang 2020 gerade mal 2,27 Prozent. Er brauchte drei Jahre, um sich zu verdreifachen. Im Jahr 2024 stieg die Kurve sprunghaft an; bis Ende des Jahres hatte sich der Anteil an KI-Inhalten mehr als verdoppelt: von 8,5 Prozent auf 19 Prozent. In dieser schnell anwachsenden Schrottlawine droht alles andere unterzugehen.
Wir beleuchten das Ausmaß und die Hintergründe: Ist der KI-Müll (englisch AI Slop) nur ein Randphänomen einiger gelangweilter Kids und Betrüger, oder bildet er den neuen Superdünger, auf dem die Profite der Suchmaschinen und Internetplattformen erst so richtig sprießen? Betrifft er nur einige offensichtlich gefakte Clips oder sickert er wie toxisches Mikroplastik in das gesamte Informations- und Kommunikationsnetz ein? Und welche Gegenmaßnahmen sind möglich?